Artist Statement

Artist Statement (read it in german below) 

My painting is a search for meaning. I am not interested in depicting something already understood or in telling an unambiguous story. For me, meaning emerges through the process of painting itself — through transformation, repetition, layering, and allowing chance to enter the work.

Figures and bodies remain unresolved. Their boundaries are permeable; they open up, transform, and merge into one another. When several faces or figures appear, I understand them as different voices within one person — as deliberations, echoes, and different approaches to something that cannot be fully defined. These voices are not meant to resolve into a single answer. It is through their coexistence that a sense of wholeness emerges.

I alter a figure when it becomes too unambiguous. In doing so, I try not to control the painting completely. Mistakes and chance can become starting points for something new. Something that initially seems unsuccessful may reveal another possibility. For me, a figure is complete when something becomes visible or conceivable through it that was not there before.

Protection and permeability exist side by side. Hands, fabrics, and veils can suggest retreat, defence, and protection, while the boundaries of the body simultaneously open and dissolve. Difficult and ambivalent states appear within a beautiful, at times almost seductive, world of colour.

For me, painting begins where something can no longer be expressed unambiguously in words.

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Künstlerisches Statement 

Meine Malerei ist eine Suche nach Bedeutung. Dabei geht es mir nicht darum, etwas bereits Verstandenes abzubilden oder eine eindeutige Geschichte zu erzählen. Bedeutung entsteht für mich erst im malerischen Vorgang – durch Veränderung, Wiederholung, Überlagerung und das Zulassen von Zufällen.


Figuren und Körper bleiben unabgeschlossen. Ihre Grenzen sind durchlässig, sie öffnen sich, verändern sich und gehen ineinander über. Wenn mehrere Gesichter oder Figuren erscheinen, verstehe ich sie als verschiedene Stimmen einer Person – als Abwägungen, Echos und unterschiedliche Annäherungen an etwas, das sich nicht vollständig bestimmen lässt. Die verschiedenen Stimmen sollen sich nicht zu einer eindeutigen Antwort auflösen. Erst in ihrer Gleichzeitigkeit entsteht für mich ein Ganzes.


Ich verändere eine Figur, wenn sie mir zu eindeutig geworden ist. Dabei versuche ich, das Bild nicht vollständig zu kontrollieren. Fehler und Zufälle können Ausgangspunkte für etwas Neues werden. Etwas zunächst Misslungenes kann eine andere Möglichkeit sichtbar machen. Eine Figur ist für mich nicht dann abgeschlossen, wenn sie eindeutig lesbar geworden ist, sondern wenn sie eine Erkenntnis, eine Vermutung oder einen Gedanken in uns auslöst.


Schutz und Durchlässigkeit bestehen dabei nebeneinander. Hände, Stoffe und Schleier können Rückzug, Abwehr und Schutz bedeuten, während sich Körpergrenzen gleichzeitig öffnen und auflösen. Schwierige und ambivalente Zustände erscheinen in einer schönen, manchmal beinahe verführerischen Farbwelt.


Malerei beginnt für mich dort, wo sich etwas sprachlich nicht eindeutig formulieren lässt.